Wer wir sind
Wer wir sind
"GewerkschaftsGrün Hessen" ist ein Netzwerk von Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern innerhalb des hessischen Landesverbandes von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,.das sich nach der Landtagswahl 2008 gegründet hat.
Formal sind wir eine Landesarbeitsgemeinschaft von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hessen.
Wir verstehen uns zudem als Teil der Bewegung "GewerkschaftsGrün" auf der Bundesebene von Bündnis 90/DIE GRÜNEN.
Vernetzung / Organisation
Unsere Anliegen können wir nicht allein vertreten, wenn wir wirksame Veränderungen in Staat und Gesellschaft erreichen wollen. Wir setzen daher auf die Vernetzung
- innerhalb der Partei und ihrer Fraktionen auf allen Ebenen
- mit den Gewerkschaften sowie
- mit den Sozialverbänden und den Verbänden der Arbeitslosen
Wir laden all diese Gruppen ein, mit uns in Kontakt zu treten und unsere Ziele und die Wege zu ihrer Umsetzung zu diskutieren! Wir werden selbst den Kontakt zu diesen Gruppen suchen und hoffen, gemeinsam Schritte zu einer gerechteren Welt gehen zu können.
"GewerkschaftsGrün Hessen" versteht sich auch selbst als Netzwerk, das sich zu den wichtigen Themen der Politik innerhalb der Partei, gegenüber den Gewerkschaften und öffentlich immer wieder äußern wird. Diese Vernetzung läuft vorwiegend über E-Mail und Internet, zudem wollen wir uns jährlich einmal treffen. Wir wollen unsere Arbeit effizient strukturieren und unseren begrenzten Zeitbudgets Rechnung tragen; daher werden wir nicht ständig die Öffentlichkeit suchen, sondern uns auf die wichtigen Themen beschränken, nachdem wir diese per E-Mail oder persönlich diskutiert haben.
Gerne wollen wir uns als Netzwerk durch neue Mitglieder stärken. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in Bündnis 90/DIE GRÜNEN Hessen sowie die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft, wobei wir auch alle anderen GRÜNEN, die sich ebenfalls der Sache der lohnabhängig Beschäftigten verbunden fühlen, zur Mitarbeit einladen wollen. Die Aufnahme in den Mailverteiler und damit in das Netzwerk kann durch jedes Mitglied von GewerkschaftsGrün erfolgen oder einfach durch eine E-Mail an Ursula Richter, Sprecherin von GG Hessen. oder an Ingo Ruther, Sprecher von GewerkschaftsGrün Hessen.
Was wir wollen
Grundsätze unserer Position
Als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stellen wir fest, dass das Gleichgewicht zwischen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern auf der einen Seite und lohnabhängig Beschäftigten auf der anderen aus dem Gleichgewicht geraten ist - oder, sofern man über den Tellerrand Deutschlands hinausblickt, das Verhältnis vielleicht noch nie wirklich im Gleichgewicht war: Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber nutzen den durch die hohe Arbeitslosigkeit entstandenen Druck auf dem Arbeitsmarkt schamlos aus, die Arbeitsbelastung wird häufig in nicht mehr zu verantwortender Weise erhöht und die Arbeit unzumutbar verdichtet, Menschen werden in prekäre Arbeitsverhältnisse gedrängt und verarmen trotz Arbeit. Gleichzeitig steigen auf breiter Front Profite, Dividenden und Vermögen auf Seiten der Unternehmer und Anteilseigner sowie die Gehälter der Manager, teilweise in geradezu grotesker und unmoralischer Weise. Und von einer echten Gleichstellung von Frauen und Männern - auch und gerade in der Entlohnung der Arbeit - ist Deutschland auch im 21. Jahrhundert noch weit entfernt!
Wir stehen daher für eine Politik, die
- sich einsetzt für eine gerechte Verteilung der Einkommen, Vermögen und Arbeit
- für eine Gleichstellung der Frauen eintritt
- sich gegen die Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft, Religion, sexuellen Orientierung, Behinderung oder ihres Alters wendet
- den gesetzlichen Rahmen dafür liefert, dass die Würde der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bewahrt bleibt
- dafür sorgt, dass lohnabhängig Beschäftigte nicht in unzumutbarer, ihre psychische und körperliche Gesundheit dauerhaft beschädigende Weise ausgebeutet werden
- die Tarifautonomie achtet und in der die Rolle der Gewerkschaften als Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestärkt wird
Die Entwicklungen der letzten Jahre bzw. Dekaden zeigen, dass die Gewerkschaften an Macht und Mitgliedern verlieren und dass Unternehmen immer skrupelloser werden in ihrem Streben nach Gewinn. Arbeitsgesetze werden schlicht ignoriert, Lohnabhängige trauen sich häufig gar nicht mehr, sich solidarisch zu zeigen und sich zu wehren, und die Gewerkschaften sind nicht mehr in der Lage, den oben geschilderten Prozessen wirksam entgegenzutreten. Daher ist nun die Politik dazu aufgerufen, gesetzgeberisch zu handeln. Unsere Aufgabe als GewerkschaftsGrüne ist es dabei, die Anliegen der Lohnabhängigen und auch der Arbeitslosen innerhalb von Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu vertreten!
Unsere Forderungen
Über das politische "Tagesgeschäft" hinaus fordern wir
- die Einführung eines generellen Mindestlohns, der es den lohnabhängig Beschäftigten und ihren Kindern ermöglicht, von ihren Einkünften zu leben, am gesellschaftlichen Leben teil zu haben und für eine angemessene Versorgung nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben vorsorgen zu können. Wir fordern die Einrichtung einer Kommission unter Beteiligung der Gewerkschaften, die jährlich die Höhe des Mindestlohns festgelegt.
- die Einbeziehung der Vermögen und hohen Einkommen in die Finanzierung des Staates. Wir fordern die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und die höhere Besteuerung hoher Einkommen und Erbschaften
- die Umsetzung des GRÜNEN Konzeptes der Bürgerversicherung, also die Einbeziehung aller Einkünfte in die Finanzierung der Sozialversicherungen
- die wirksame Gleichstellung von Frauen und Männern hinsichtlich Karrierechancen und Entlohnung durch entsprechende Gesetze und ggf. scharfe Sanktionierungen. Als flankierende Maßnahmen fordern wir das Recht auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr und die Abschaffung des Ehegattensplittings, um Positivanreize für die Arbeitsaufnahme und höhere Verdienste zu schaffen
- die strengere Sanktionierung von Arbeitsverhältnissen, die den lohnabhängig Beschäftigten ihre Würde nehmen oder sie in ihrer psychischen oder körperlichen Gesundheit schädigen, und eine wirksamere staatliche Überwachung
- die Hartz-Gesetze zu überprüfen und dort abzuändern, wo sie der Würde der Menschen nicht gerecht werden
- eine Ausbildungsumlage, die die Ausbildungsleistung von Unternehmen unterstützt
- echte Beschäftigungschancen für Ältere
- eine konsequente Umsetzung des Gesundheitsschutzes in den Betrieben. Diese „Gute Arbeit“ für alle muss Schutz vor zu hohen körperlichen und psychischen Belastungen bieten; ferner einen respektvollen Umgang und Schutz vor psychischer Überforderung durch ausreichend Zeit, um die Arbeitsaufgaben zu erledigen.
- die Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung
Darüber hinaus stehen wir
- für eine gerechte Verteilung der Arbeit
- die Vereinbarkeit von Familie und Beruf
- für innovative Impulse in der Arbeitswelt
- für Selbstbestimmung, Selbsthilfe und Demokratie in Wirtschaft und Gesellschaft
- für eine Politik, die die Gesellschaft zusammenhält und nicht spaltet, die Minderheiten und sozial schwächere Gruppen integriert und soziale Gerechtigkeit sichert
- für eine ökologische und nachhaltige Politik
Aktualisiert ( Sonntag, 06. Juni 2010 um 16:04 Uhr )





